In einem Schreiben der DB AG hat diese die Abtrennung der Weiche Richtung Lüchow bestätigt. Grund dafür ist die Kündigung des Anschlussvertrages durch die Eigentümerin der Jeetze(l)talbahn, der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE). Diese hätte für den notwendigen Neubau der Weiche 50% der Kosten, ca. 150-200.000 €, übernehmen müssen. Da auf der Bahnstrecke seit Jahren keine Einnahmen durch einen Bahnverkehr erzielt werden, verfügt die DRE nicht über die erforderlichen finanziellen Mittel zur Kostenbeteiligung. Während bundesweit die DB InfraGO als gemeinwohlorientiertes Bundesunternehmen gepriesen wird, sieht die Realität doch ganz anders aus.
Für den Förderverein Jeetze(l)talbahn jedoch kein Grund zur Resignation. Bei einer Bahnreaktivierung nach Lüchow würde die DB 50% der Kosten für den Wiedereinbau der Weiche übernehmen, wie sie in dem Schreiben zusichert. Aufgrund der maroden Brücken in Dannenberg zwischen Ostbahnhof und dem Haltepunkt Mitte wäre in den nächsten Jahren wohl ohnehin kein Zug zum Ostbahnhof durchgefahren. Ziel des Vereins, wie auch in der Vergangenheit betont, ist als erster Schritt eine Reaktivierung eines Teilstücks von Dannenberg-Mitte Richtung Lüchow für den touristischen Verkehr. Dazu wurden im vergangenen Winter bereits umfangreiche Freischneidearbeiten durchgeführt, die im Oktober zu Beginn der vegetationsarmen Winterzeit zwischen Dannenberg- Mitte und der Kanalbrücke fortgesetzt werden. Zum Kartoffelsonntag Anfang November ist der Einsatz des Draisinenbusses im Dannenberger Zentrum geplant. Dem werden weitere Schritte folgen. Auch die Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung für den Personen-und Güterverkehr spielt dabei eine wichtige Rolle, damit die Sanierung der maroden Brücken durchgeführt werden kann.