Regionalversammlung Altmark diskutiert über Bahnstrecken

Bei der letzten Regionalversammlung der beiden Altmarkkreise Salzwedel und Stendal wurde einstimmig beschlossen, über die bei der vorletzten Versammlung angedachte Streichung der Bahnstrecken Klötze- Salzwedel – Anrendsee – Geestgottberg (- Wittenberge) aus dem Regionalen Entwicklungsplan ausführlich zu diskutieren und die Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) und die Nahverkehrsgesellschaft Sachsen- Anhalt (NASA) dazu einzuladen.

Die Bürgermeisterin aus Salzwedel Sabine Blümel und die Abgeordneten Susanne Bohlander und Herr Krause sprachen sich vehement für den Erhalt der Bahnstrecken aus. Arendsee brauche eine Bahnhaltestelle und was einmal weg sei, werde nicht wieder kommen, so der Tenor. Landrat Ziche betonte, dass in den letzen Jahren nichts passiert sei. Der Förderverein Jeetze(l)talbahn und die DRE werden jetzt gemeinsam die im Juni/ Juli geplante Sitzung gründlich vorbereiten und Perspektiven für die Bahnstrecken erarbeiten, die es ja durchaus gibt. So sind die Altmärker Linien als Nebenabfuhrstrecken für die Hauptbahnen im Gespräch, wenn diese gesperrt oder überlastet sind. Bis 2030 soll der Schienenverkehr verdoppelt werden.

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Bahn muss im Regionalplan bleiben !

Landrat Ziche vom Altmarkkreis Salzwedel möchte die Arendseebahn und die Jeetze(l)talbahn zwischen Salzwedel und Klötze aus dem Regionalen Entwicklungsplan streichen. Dadurch würden mögliche Zuschüsse für die Streckenentwicklung deutlich erschwert. Bisher wären Zuschüsse von bis zu 85% von Bund und Land möglich. Diese wären nach einer Streichung deutlich geringer und viel schwerer bewilligen zu lassen.
Am 17. April steht in der Regionalversammlung Altmark im Landratsamt Salzwedel die Streichung der Bahnstrecken auf der Tagesordnung. Wir führen viele Gespräche, um dies zu verhindern und freuen uns über jede Unterstützung.

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Freischneiden an der Altmarkbahn

Am Samstag, den 16.2 findet der nächste Freischneidetermin statt. Diesmal in Groß Garz um 10 Uhr am Bahnübergang Hauptstraße. Um 17 Uhr Regionalversammlung in Gollensdorf im Dorfgemeinschaftshaus.

Eine Aktion gemeinsam mit dem DBV- Regionalverband Altmark- Wendland und dem Verein „Die Bahn bleibt!“.

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Bahnprojekt Ostheide-Wendland-Altmark: Jeetze(l)talbahn

Seit über zwanzig Jahren setzen sich Verkehrs-und Umweltverbände für den Erhalt der “Wendlandbahn” zwischen Lüneburg und Dannenberg ein. Die lange stillegungsgefährdete Linie – auch als “Castorbahn” wegen der Atomtransporte ins Zwischenlager Gorleben bekannt- ist jetzt für mindestens 15 Jahre gesichert. Seit dem 14.Dezember 2014 fährt das Bahnunternehmen “Erixx” auf der Nebenbahn und das bis 2029.  Und seit diesem Datum gilt auf der gesamten Wendlandbahn auch der Tarif des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV).

Bereits am 5.Oktober 2014 fuhr Erixx erstmals ins Wendland. Anlässlich des Mobilitätstages im Landkreis Lüchow-Dannenberg wurde auch die Jeetzeltalbahn zwischen Dannenberg und der Kreisstadt Lüchow im 2-Stunden-Takt befahren. Über 1000 Fahrgäste genossen die Fahrt auf der seit 1975 für den täglichen Personenverkehr nicht mehr genutzten Bahnstrecke, die von der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE) betrieben wird.

Der Landkreis Lüchow-Dannenberg, die Anliegergemeinden sowie die Verbände im Deutschen Bahnkundenverband (DBV) fordern seit einigen Jahren eine Reaktivierung der Bahnstrecke Dannenberg – Lüchow und weiter ins altmärkische Salzwedel. Dort besteht Anschluss Richtung Berlin, Hamburg und Magdeburg, wohin viele Fernpendler aus der Region täglich fahren.

Trotz aller Bemühungen gibt es auf Landes-und Bundesebene jedoch wenig Interesse an dieser Bahnreaktiverung. In ganz Niedersachsen sollen in den nächsten Jahren nur wenige Bahnstrecken reaktiviert werden. Die Verbindung zwischen Dannenberg und Salzwedel soll nicht darunter sein.

Aus diesem Grund strebt der neu gegründetete Förderverein Jeetze(l)talbahn jetzt den großen Wurf an: Das Bahnprojekt “Ostheide-Wendland-Altmark- Jeetze(l)talbahn” als Modell für längerübergreifende Bahnachsen und Motor für ländliche abgelegene Räume.

Nördlicher Startpunkt ist das Oberzentrum Lüneburg, Universitätsstadt unweit der Millionenstadt Hamburg, mit IC-Anbindung und stündlichen Metronom-Zügen zwischen Hannover und Hamburg. Die bereits erwähnte Wendlandbahn nach Dannenberg ist der erste Abschnitt der geplanten Bahnachse. Mit nur fünf Zugpaaren und einer Fahrzeit von 67 Minuten für nur 53 Kilometer ist sie für Berufspendler sehr unattraktiv. Dennoch konnten die geringen Fahrgastzahlen in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden.

Für die kommenden Jahre werden aufgrund der Ausweitung des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) und den Einsatz moderner Züge vom Bahnunternehmen Erixx eine weitere Fahrgaststeigerung erwartet. Dennoch ist eine Erhöhung der Streckengeschwindigkeit auf 80 km/h und der damit verbundenen Fahrzeitreduzierung auf 50 Minuten dringend geboten, um einen 2-Stunden-Takt mit einem Fahrzeug fahren zu können. Dies wird zur Zeit von der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) verfolgt.

Ab Dannenberg soll anschließend die Jeetzeltalbahn in die Kreisstadt Lüchow und weiter bis ins Städtchen Wustrow reaktiviert werden. Bis dahin liegen auch noch die Gleise. Ab Wustrow bis zur altmärkischen Kreisstadt Salzwedel ist die Bahntrasse freigehalten, aber die Gleise entfernt worden. Teilungsbedingt wurde die durchgehende Bahnverbindung nach dem 2.Weltkrieg an der innerdeutschen Grenze in Lübbow unterbrochen. Von dort fuhren in den 1950er Jahren durchgehende Züge über Dannenberg, Uelzen und Bremen bis nach Bremerhaven.

In Salzwedel verkehrt der Regionalexpress 20 von Uelzen nach Magdeburg über Stendal, wobei in Stendal ein direkter Anschluss zu den IC-Zügen nach Berlin besteht.

Im Jahre 2002 wurde die Bahnstrecke von Salzwedel nach Oebisfelde – kurz vor den Toren Wolfsburgs – eingestellt. In diese Nebenbahn wurde nach der Wende wie bei vielen anderen Strecken nur das Nötigste investiert: 90 Minuten Fahrzeit für 60 Kilometer sprechen eine deutliche Sprache für eine verfehlte Verkehrspolitik.

Zwischen Salzwedel und Oebisfelde liegen wichtige Grundzentren wie Klötze und Beetzendorf , aber eben auch eines der größten bahnfreien Gebiete Deutschlands.

Im Rahmen des Bahnprojektes soll auch diese Nebenbahn reaktiviert werden, so dass eine durchgehende Nord – Südachse von Lüneburg nach Wolfsburg über Lüchow-Dannenberg und Altmark entstehen würde. Entlang dieser Achse wohnen rund 50% der Bevölkerung dieser Landkreise mit einigen Kleinstädten, vielen Betrieben und Schulzentren. Mit einer schnellen Bahnanbindung Richtung Hamburg, Berlin, Wolfsburg, Magdeburg und Hannover wird die Randlage dieser Region aufgehoben.

Der Förderverein Jeetze(l)talbahn schlägt für die Bahnachse zwei Linien vor: Ein schneller Regionalexpress soll im 2- Stunden-Takt die 160 km lange Strecke in 2,5 Stunden bewältigen und zwischen Hitzacker und Klötze nur die größeren Haltepunkte bedienen. Ergänzt werden könnte dieser durch eine Regionalbahn zwischen Hitzacker und Klötze, die vornehmlich den Schüler-und Berufsverkehr dient .

Die Verkehrsverbände in Altmark und Wendland sehen in der Bahnachse als Modellprojekt eine landes-und bundesweite Bedeutung. Länderübergreifend können so abgelegene ländliche Räume mit einer guten Verkehrsanbindung neu belebt werden.

Entlang der Bahnachse sollen nach den Vorstellungen der Verbände nachhaltige Bauprojekte vor Ort die positive Entwicklung unterstützen: Wiederbelebung der Innenstädte, neue Bahnhofsquartiere, Nutzung leerstehender Häuser für Kunstprojekte usw.

Warum eigentlich Jeetze(l)talbahn? Das Flüsschen Jeetze entspringt im altmärkischen Drömling und verläuft entlang der Bahnachse auch durch Salzwedel weiter Richtung Norden bis Hitzacker, wo es in die Elbe mündet. Auf niedersächsischen Gebiet heißt das Gewässer “Jeetzel”, wodurch sich der Name “Jeetze(l)talbahn” selbst erklärt.

Jetzt ist die Politik gefragt. Will man nur noch Autobahnen oder ICE-Trassen bauen? Oder können für relativ kleines Geld neue Bahnachsen in der Provinz entstehen, um die Landflucht zu stoppen?

Stichpunkte:

– Beschleunigung Lüneburg – Dannenberg auf 50 Min.

Neuer Halt „Hitzacker-Schule“ für Schülerverkehr und Innenstadt

– Reaktivierung Dannenberg –  Salzwedel

DAN-Mitte, DAN-West, DAN-Krankenhaus, Jameln, Grabow, Gollau, Lüchow-Nord, Lüchow-Mitte, Lüchow-Schulzentrum, Klennow(?),Wustrow, Teplingen, Lübbow

– Reaktivierung Salzwedel – Oebisfelde

SAW-Mitte, SAW-Altstadt, Dambeck, Kuhfelde, Siedenlangenbeck, Beetzendorf, Bandau, Klötze, Kusey, Kunrau

– Weiterführung Oebisfelde – Wolfsburg

Elbe- Jeetze(l)- Express Lüneburg – Wolfsburg

hält zwischen Hitzacker und Klötze nur an größeren Bahnhöfen

Jeetze(l)talbahn: Hitzacker-Klötze

hält überall. Lüneburg – Wolfsburg 2-Std.-Takt, Hitzacker – Klötze stdl.

Strukturförderungsprojekt zur Stärkung des ländlichen Raumes. Nachhaltige Projekte zwischen Dahlenburg und Kunrau wie Solarbahn, Kulturpfad, Tor zur Innenstadt, Senioren- Wohngemeinschaften, Hochschule Lüchow, Bahnhofsviertel Beetzendorf

Vorbild: Oben an der Volme 

Städtebau-Projekt in NRW/Märkischer Kreis mit Lückenschluss durch die Volmetalbahn. Umgestaltung der Innenstädte, Kulturräume, Radwege, Renaturierung des Flusses.

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Pro Klima – für mehr Mobilität

Gemeinsamer Aktionstag in Lüchow am 9. Februar

Ab auf die Schiene
In Vorbereitung auf ein „Schienen-Fest“ im Sommer treffen wir uns, um die Gleise in Lüchow zwischen Salzwedeler Straße und Königshorster Weg freizuschneiden!

Der Hintergrund dieser Aktion und des geplanten Festes: Das zukünftige Grundstück vom Verein “ EinsWeiter“ befindet sich in unmittelbarer Nähe der Schiene, und es kann zukünftig dort eine Bahn-Haltestelle entstehen. Der letzten Jahres gegründete Förderverein „Jeetze(l)talbahn“ für den Ausbau der Bahnstrecken Lüneburg – Dannenberg – Lüchow – Salzwedel – Oebisfelde – Wolfsburg plant mehr und mehr Aktivitäten. Gemeinsam haben wir uns diese Aktion und das Fest im Sommer überlegt. Wir finden, die mögliche Anbindung, die Klimaschutzgedanken und das Mobilitätsthema passen gut zu dem EinsWeiter-Konzept. Und insgesamt ist es doch eine schöne Idee, dass es möglicherweise wieder aktiven Schienenverkehr durch den Landkreis gibt und wunderbare Verbindungsstrecken (Lüneburg bis Wolfsburg) entstehen können.

Am Samstag, den 9. Februar 2019 um 9.59 Uhr treffen wir uns am Königshorster Weg, am Wendehammer/ Busbahnhof der Grundschule in Lüchow (zukünftiges Grundstück von EinsWeiter).

Bringt Warnwesten, Sägen, Freischneider – wenn vorhanden – sowie Getränke und Fingerfood mit.

Am Feuer – bei einem gemeinsamen Schmaus – feiern wir im Anschluss unsere Aktion!
Wir freuen uns auf euch!

Es lädt ein: Förderverein Jeetze(l)talbahn und
EinsWeiter e.V.

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Bahnfahrten nach Klötze – Ausbau nach Wolfsburg

Bei Dauerregen und Glatteiswarnung schnitten mehrere Mitglieder des neuen Förderereins Jeetze(l)talbahn und des DBV- Regionalverbandes Altmark- Wendland mehrere Gleisabschnitte im Stadtgebiet Salzwedel frei. Am Altstädter Bahnhof, Dreiländereck und zwischen Uelzener Straße und Brunnenstraße wurden die Gleise von Baumästen und Brombeersträuchern befreit.

Auf der anschließenden Regionalversammlung im Hotel Union wurde beschlossen, Ende Oktober wieder Sonderfahrten zum Klötzer Martinimarkt anzubieten.

Am 16. Februar wird auf der Regionalversammlung des DBV Altmark – Wendland und dem Bahnverein „Die Bahn bleibt“ in Groß Garz besprochen, ob neben Klötze auch die Arendseebahn befahren werden soll.

Die Bahnvereine fordern den Wiederaufbau der Gleise zwischen Klötze und Oebisfelde, um einen durchgehenden Zugverkehr zwischen der Altmark und Wolfsburg zu ermöglichen. Davon würde vor allem die südwestliche Altmark als Wohnort für Berufspendler in die VW-Stadt profitieren.

Darüber hinaus wird eine enge Zusammenarbeit mit Wirtschaft, Tourismus-verbänden und allen Anrainerkommunen angestrebt, um gemeinsam mit einer direkten Bahnanbindung die Altmark als Wohn- und Wirtschaftsstandort zu stärken.

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Aktionstag in Salzwedel mit Arbeitseinsatz und Regionalversammlung am 26.1.2019

Nachdem sich am 8. September 2018 der neue Förderverein „Jeetze(l)talbahn“ für den Ausbau der Bahnstrecken in Altmark und Wendland gegründet hat, finden nun drei Arbeitseinsätze an der Jeetze(l)talbahn und der Arendseebahn statt. Damit will der Bahnverein die Arbeiten der Streckeneigentümerin Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) unterstützen, um Sonderfahrten in der Region durchführen zu können.

Am 12./13. Januar wurde in Dannenberg mit einem Dutzend aktiven Helfern die dortige Bahnstrecke Richtung Lüchow – Wustrow frei geschnitten. Anschließend fand eine Regionalversammlung statt, wo die Aktivitäten im Landkreis Lüchow-Dannenberg abgestimmt wurden.

Am kommenden Sonnabend, den 26. Januar werden um 10 Uhr die Arbeitseinsätze in Salzwedel fortgesetzt. Treffpunkt ist der Altstädter Bahnhof an der Braunschweiger Straße. Gerne können Werkzeuge wie Hecken- und Astscheren und Warnwesten mitgebracht werden.

Um 16 Uhr beginnt im Hotel „Union“, Goethestr. 11, die Regionalversammlung für die zentrale Altmark, wo der neue Verein vorgestellt und geplante Aktivitäten wie Sonderfahrten und Aktionstage besprochen werden.

Ausblick: Am Sonnabend, den 16. Februar finden in Groß Garz gemeinsam mit dem DBV Regionalverband Altmark-Wendland die Aktionen für die Arendseebahn statt.

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